Phyllium giganteum (Großes Wandelndes Blatt)

Großes Wandelndes Blatt

Großes Wandelndes Blatt
Phyllium giganteum, Weibchen
Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Gespenstschrecken (Phasmatodea)
Familie: Wandelnde Blätter (Phylliidae)
Gattung: Phyllium
Untergattung: Pulchriphyllium
Art: Großes Wandelndes Blatt
 

Das Große Wandelnde Blatt (Phyllium giganteum) ist die größte Art der Familie Wandelnde Blätter (Phylliidae).

Merkmale

Das Männchen kann bis zu acht Zentimeter, und das Weibchen bis zu zwölf Zentimeter lang werden. Die Fortpflanzung erfolgt hauptsächlich durch Parthenogenese, dementsprechend sind Männchen sehr selten zu finden. Auf 20 bis 500 Weibchen ist ein Männchen zu erwarten.[1] Die Männchen haben einen relativ breiten, leicht rautenförmigen Hinterleib (Abdomen). Ihre als Tegmina ausgebildeten Vorderflügel sind kurz. Die Hinterflügel reichen bis an das Ende des Hinterleibs. Die Weibchen haben keine Hinterflügel und ihre Vorderflügel sind schmaler und kürzer als das Abdomen und bedecken dieses, anders als die der Weibchen von Phyllium celebicum und Phyllium siccifolium, dadurch nicht bis zu den seitlichen Körperrändern. Ein Paar Augenflecken ist auf dem fünften Hinterleibssegment beider Geschlechter zu finden.

Vorkommen und Lebensraum

Die Tiere kommen in den Cameron Highlands in Malaysia vor, wo sie auf Sträuchern zu finden sind.[2]

Fortpflanzung

Das Große Wandelnde Blatt pflanzt sich parthenogenetisch fort. Aus den schwarzen Eiern schlüpfen nach etwa acht Monaten zunächst völlig rotbraune Nymphen. Nach der ersten Häutung sind sie schon ein wenig grün, bis sie schließlich als adulte Tiere bis auf einige braune Stellen, die ein angewelktes Blatt imitieren sollen, komplett grün sind. Mit zunehmendem Alter zeigen die adulten Weibchen vermehrt braune Flecken. Etwa vier Wochen nach der Imaginalhäutung beginnen sie mit der Eiablage. Die Eier sind mit 8,5 Millimetern Länge, 4 Millimetern Breite und einem Gewicht von durchschnittlich 34 Milligramm die größten und schwersten der Wandelnden Blätter. Die Entwicklungszeit der Nymphen kann acht bis zwölf Monate dauern. Die Lebenserwartung eines adulten Weibchens beträgt sechs bis zehn Monate. Die Männchen sind bereits nach vier Häutungen adult und werden nur wenige Tage bis Wochen alt.[1][3]

Haltung im Terrarium

Im Terrarium sollte die Temperatur mindestens bei 22 °C, tagsüber zwischen 25 und 33 °C und die Luftfeuchtigkeit zwischen 70 und 80 Prozent liegen.[1] [2] Gefüttert werden vorzugsweise die Blätter von Guaven (Psidium).[2] Außerdem können im Sommer Eichen– und im Winter Brombeerblätter gefüttert werden, wobei ein vertrockneter Rand insbesondere für kleinere Nymphen abgeschnitten werden muss.[1] Die frisch geschlüpften Nymphen sind sehr empfindlich und sterben schnell, wenn die klimatischen Bedingungen nicht exakt eingehalten werden. Das direkte Besprühen ist zu vermeiden.[6]

Quelle: Wikipedia
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