Meldung vom DGHT zur Meldepflicht der Lygodactylus williamsi

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Lygodactylus williamsi nun gelistet!

Dienstag, 17. März 2015 um 14:07 Uhr

DGHT und ZGAP bemühen sich seit mehreren Jahre intensiv um Maßnahmen zum Schutz für den Himmelblauen Zwergtaggecko aus Tansania. Die Art kommt dort nur in einem sehr begrenzten Gebiet vor und wurde in den letzten 10 Jahren regelmäßig in großen Stückzahlen der Natur entnommen. Der Handel mit Wildfängen dieser Art ist beachtlich, obwohl die Nachzucht möglich ist. Leider wurde die Art auch wiederholt im wenig spezialisierten Handel als „Massenware“ angeboten. DGHT und ZGAP finanzierten zum Status und Handel eine Studie, deren Ergebnisse in Salamandra veröffentlicht wurden. Die Ergebnisse sind erschreckend (Flecks et al., 2012, Salamandra 48, Heft 1, S. 12-20; frei zugänglich). Als erste Reaktion stufte die IUCN die Art als „Critically Endangered“, also als vom Aussterben bedroht, ein (www.redlist.org).

DGHT, ZGAP und ProWildlife bemühten sich gemeinsam um eine CITES-Listung. Sie wurden dabei von den deutschen Behörden unterstützt. Die Bestrebungen blieben jedoch erfolglos. Tansania spielte nicht mit. Inzwischen konnte jedoch ein Erfolg verzeichnet werden. Lygodactylus williamsi ist seit dem 20.12.2014 unter der EU-Artenschutz-VO (EG) Nr. 338/97, Anhang B, gelistet.

Was bedeutet das für Sie? Die Einfuhr der Art unterliegt der Antragspflicht und die Haltung der Meldepflicht. Melden Sie Ihre Bestände bei Ihrer zuständigen unteren Naturschutzbehörde. Das Gleiche gilt, wenn die Nachzucht erfolgt ist. Bei der Weitergabe ist ein Herkunftsnachweis mitzuliefern. Beim Neuerwerb ist ein solcher Nachweis bei der Anmeldung vorzulegen.
Was bedeutet das für den Himmelblauen Zwergtaggecko? Auch wenn die Haltung und Weitergabe dieser Art nun etwas umständlich ist, geht die DGHT davon aus, dass jede Halterin und jeder Halter Verständnis aufbringt. Denn nur so kann dem unkontrollierten Handel mit Wildfängen entgegen gewirkt werden. Selbstverständlich ist es damit nicht getan. Es bedarf weiterer Bemühungen, den Handel mit Wildfängen einzuschränken. Außerdem sind in situ Maßnahmen erforderlich, die dem Schutz der natürlichen Population von Lygodactylus williamsi dienen. Die DGHT wird sich in dieser Sache weiter engagieren.

 Quelle: http://www.dght.de

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