Futtertierzucht: Wachsmaden – Wachsmotten

Wachsmaden-Wachsmotten
Wachsmaden-Wachsmotten

Rezepte für das Zucht-Substrat

Rezept 1

200g Weizenkleie
200g Haferflocken kernig
200g Haferflocken zart
200g Gries
100g Hefeflocken (Bierhefe, Milchhefe oder Gimpet Vitamin Flocken)
500g (ca.) flüssigen Honig (warm)
250ml Glycerin
Toilettenpapierrolle, Wellpappe o.ä.
Zuchtansatz Wachsmaden
Zuchtgefäß 1 oder 2

Die Trockenzutaten in die Rührschüssel und das Glyzerin hinzufügen, und verkneten. Während des Knetvorganges gebt ihr langsam den Honig dazu. Ihr lasst jetzt die Maschine alles durchkneten.

Rezept 2

250g flüssigen Honig (warm)
250ml Glycerin
100g Hefeflocken (Bierhefe, Milchhefe oder Gimpet Vitamin Flocken)
100g Weizenkeime
100g Magermilchpulver
750g Weizenkleie
250g Haferflocken zart
Toilettenpapierrolle, Wellpappe o.ä.
Zuchtansatz Wachsmaden
Zuchtgefäß 1 oder 2

Honig und Glycerin mit Maschine gut verrühren. Die anderen Zutaten trocken mischen.Nach und nach dem Honig-Glycerin-Gemisch hinzufügen. Solange kneten, eine klebrig glänzende Masse mit feucht krümeliger Konsistenz entsteht.

Zum verrühren kann ich euch nur dringend eine Küchenmaschine empfehlen, ansonsten wird es echt anstrengend. 😉
Ihr könnt die o.g. Mengen auch auf eine kleinere Mengen umrechnen. Aber die nicht benötigte Menge bewahre ich im Kühlschrank auf, damit die Zuchtansätze nachgefüttert werden können.
Achtet aber immer darauf, dass das Substrat letztendlich nicht zu feucht oder zu trocken ist.
Richtig ist es wenn der Löffel gut drin stehen kann, es aber immer noch feuchtklebrig ist. Ich benutze am liebsten Rezept 1, aber es funktionieren beide gleich gut.

Die Wellpappe muss auf eine Länge und Höhe zugeschnitten werden, so dass sie in euer Zuchtgefäß passt. Ich nehme dazu immer eine gekürzte Toilettenpapierrolle, die ich in der Mitte einmal der Länge nach knicke und stecke sie ins Substrat. Sie dient den Larven zum Verpuppen und den geschlüpften Motten zum Klettern und Paaren. Bitte berücksichtigt die Substrathöhe von mind. 2 cm! Die Pappe sollte keinen Kontakt mit dem Gazedeckel haben.

Wenn ihr mit dem Zuchtsubstrat zufrieden seid, füllt ihr ihn in die Zuchtbehälter um und steckt die Wellpappe rein. Der Zuchtbehälter muss unbedingt ultimativ dicht sein, da sich die Maden ansonsten durch den Spalt zwischen Gefäß und Deckel hindurchdrücken. Dann wird es ekelig! Gleichzeitig muss im Deckel aber dichte Gaze vorhanden sein, da ohne Belüftung die Zucht zu schimmeln beginnt. Ich benutze immer diese Gefäße.

Jetzt braucht ihr nur noch den gekauften Zuchtansatz hinzuzufügen. Ich würde euch empfehlen, die Maden und/oder Motten von Hand auszusortieren und in den neuen Zuchtansatz zu geben, da so die Verschleppung von Milben auf ein Minimum reduziert wird. Denn leider sind gekaufte Zuchtansätze oft vermilbt.

Der Zuchtansatz entwickelt sich an einem dunklen Ort bei ca. 25°C am besten. Nach ca. 4 Wochen (Temperaturabhängig) sollten die ersten Maden (wenn ihr Motten eingesetzt habt) zusehen sein. Wenn ihr Maden eingesetzt habt, sollten nun die ersten Motten sich verpuppt haben und/oder geschlüpft sein.

Das Substrat sollte immer mal wieder beobachtet und ggf. nachgefüttert werden. Wenn die Maden kurz vor dem verpuppen sind oder ihnen das Futter ausgeht, gehen sie auf Wanderschaft. Das ist der kritischste Ausbruchsmoment. Da seht ihr, ob euer Gefäß dicht ist oder eben nicht. 😉
Geschlüpfte Motten sollten nicht sofort verfüttert werden, wenn ihr weiter züchten wollt, sondern erst nach ein paar Tagen, damit die Motten Zeit haben, neue Eier in das Substrat zu legen. Die geschlüpften Motten leben ca. 2 Wochen und benötigen angeblich kein Futter.

Literatur:

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