Futtertierzucht: Ofenfischchen

Ofenfischchen

Da Ofenfischchen von den Lygodactylus williamsi und auch den Rhampholeon acuminatus gerne gefressen werden und die Futtertierzucht im Gegensatz zu Drosophila oder Heimchen nahezu geruchlos ist, bin ich dazu übergegangen, meine Ofenfischchen selber zu züchten.

Elementar für die erfolgreiche Futtertierzucht mit Ofenfischchen ist eine hohe Temperatur, 30°C müssen mindestens vorhanden sein, am besten zwischen 32-37°C. Aus diesem Grund platziere ich die BraPlast Dose auf dem Lichtkasten unseres Aufzuchtterrariums, dort ist diese Temperatur tagsüber durchgehend vorhanden.

Als „Zutaten“ für die Zucht verwende ich eine BraPlast Dose mit gelochtem Deckel, einige Wattebäusche, Eierpappe (aus den Zuchtansätzen) und Blumensteckmasse (Mosy) für die Luftfeuchtigkeit. Da Ofenfischchen an glatten Wänden nicht hochklettern können reichen bereits recht flache Behälter.

Ofenfischchen können sich von Cellulose ernähren, sollten aber langfristig mit Goldfisch-Flockenfutter ernährt werden. Zusätzlich beziehen sie ihre benötige Feuchtigkeit aus der Luft. Dafür verwende ich Moosy, dass ich passend für eine kleine Plastikdose zurechtgeschnitten habe. Man kann auch einen Glas, Joghurtbecher o.ä. mit Wasser füllen und mit einem Nylonstrumpf abdecken. Mir persönlich gefällt die Variante mit dem Moosy besser, da die Steckmasse extrem viel Wasser speichert ohne das die Tiere in dem Wasser ertrinken können und ich diese Variante hygienischer finde.

Man muss darauf achten, dass sich kein Kondenswasser bildet, denn wenn das am Deckel niedergeschlagene Wasser auf den Boden tropft, ertrinken die Tiere sofort.

In die Wattebäusche legen die Weibchen die Eier, nach ca. 3 Wochen schlüpfen die Nymphen. Ein Nachteil der Ofenfischchenzucht ist, dass die Tiere ca. 4 Monate brauchen, bis sie ausgewachsen sind. Man muss also etwas Geduld aufbringen.

Literatur:

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